Willkommen auf der Seite über Sake der Firma A. K. Izumibashi!

Izumibashi ist eine Sake-Brauerei, die sich etwa 40 km südlich von Tokio und ca. 20 km westlich von Jokohama befindet. Sie wurde 1857 gegründet und produziert seither Sake, mit Ausnahme von 14 Jahren vor und nach dem 2. Weltkrieg.

Diese Seite ist ganz anders als die japanische. Sie soll dem Unkundigen erklären, was Sake ist.

Sake ist ein traditionelles Getränk, das seit Jahrtausenden gebraut wird. Er erscheint schon in den japanischen Mythen. Bereits im 17. Jahrhundert begann man, ihn mit modernen Methoden zu brauen.

Sake ist eine durchsichtige und farblose (eventuell etwas gelbliche) Flüssigkeit, die etwa 15% Alkohol enthält.

Nach der Statistik von 1993 haben die Japaner Bier mit 72% unter den alkoholischen Getränken bevorzugt, gefolgt von Sake mit 15%. Die Menge exportierten Sakes beträgt etwa 198.260 hl. Das entspricht etwa der Menge, die innerhalb von 2 Monaten in Tokio getrunken wird.

Die folgenden Seiten erklären, was und wie Sake ist. Wenn Sie eine Frage oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an uns elektronisch an izmibasiapo.infospere.or.jp oder per Fax (+ 81-462-33-1452). Bitte schreiben Sie in Esperanto, englisch oder japanisch.

Inhalt

  • 5 Schlüsselwörter, um zu verstehen, was Sake ist
    ("Gegorene Getränke", "Reis und Wasser", "Ginzyoo-syu", "Toozi", "Kuramoto")
  • Rohmaterialien für die Sake-Herstellung
  • Wie Sake gebraut wird
  • Sake-Sorten
  • Wie Sake getrunken wird
  • Verbindungen zu den Seiten anderer Sake-Brauereien

    5 Schlüsselwörter, um zu verstehen, was Sake ist

  • 1-1. Gegorene Getränke

    Es gibt 2 Arten alkoholischer Getränke: gegorene und destillierte. Man nennt Bier, Wein und Sake "gegorene Getränke", Whisky, Schnaps usw. "destillierte Getränke".

    Sake ist ein gegorenes Getränk wie Bier oder Wein. Durch die alkoholische Gärung während des Brauprozesses wandeln Hefen den Zucker der Weintrauben oder des Malzes in Alkohol um.

    Grundstoff für die Bierherstellung ist Braugerste. Zunächst wird durch Keimung die Gerste in Malz umgewandelt, danach erfolgt die Gärung mit Hefe. Grundstoff für die Weinherstellung sind Weintrauben, die sofort vergoren werden können, weil sie von Beginn an genügend Zucker enthalten.

    Die Herstellung von Sake ähnelt mehr dem Bierbrauen als der Herstellung von Wein, denn auch im Reis muß zunächst genügend Zucker vorhanden sein. Die Bier- und Sakehefen können Alkohol nicht aus Stärke, sondern nur aus Zucker herstellen.

  • 1-2. Reis und Wasser

    Eigentlich besteht Sake nur aus Reis und Wasser.

    Traditionell benutzte man nur Hefen, die natürlich in der Luft vorkommen. Doch nun benutzen wir Sake-Hefen, die für die Sake-Brauereien hergestellt werden, um Kosten und Gärungszeit zu sparen.

    Auch das Wasser ist wichtig für die Sakeherstellung. Vor vielen Jahren haben wir auch das Wasser aus Flüssen und Seen benutzt, nun nur noch Grundwasser nach Filtrierung.

    Regionen, die wegen ihres Sakes berühmt sind, verfügen immer auch über guten Reis und bestes Wasser.

  • 1-3. Ginzyoo-syu, eine Sorte guten Sakes

    Vor 20 Jahren hatten nur wenige junge Leute Interesse an Sake. (Oft geschieht es in manchen Ländern, daß Jugendliche Traditionen ablehnen.) Sie tranken oft mit Absicht mehr Bier und Whisky statt Sake. Doch in den letzten Jahren wird Sake sehr beliebt bei jungen Leuten.

    Ein wichtiger Grund dafür ist eine Sorte Sake, "Ginzyoo-syu" genannt, die in den Markt eingeführt worden ist. "Ginzyoo-syu" hat einen süßen Duft sowie einen milden und angenehmen Geschmack. "Ginzyoo-syu" gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren, doch wurde er hauptsächlich für Sake-Wettbewerbe hergestellt, bei denen die Sake-Brauereien um die beste Qualität kämpften. Seid seiner Markteinführung wird Sake zunehmend beliebter.

    Nun ist die Hauptmenge des exportierten Sake von dieser Sorte "Ginzyoo-syu".

  • 1-4. Toozi, der Sake-Brauer

    "Toozi" ist ein Handwerker, der Sake braut. Im Sommer arbeitet er als Bauer, doch im Winter lebt er getrennt von seiner Familie in einer Sake-Brauerei. Der Sake wird nach seinem Plan und unter seiner Aufsicht hergestellt.

    Es gibt etwa 8.000 Toozi in Japan. Sie sind in regionalen Gruppen organisiert und verwenden eigene Rezepte für die Sake-Herstellung. Deshalb können wir viele verschieden schmeckende Sake genießen.

  • 1-5. Kuramoto, Sake-Braumeister oder Sake-Brauerei

    "Kuramoto" bedeutet Sake-Braumeister oder die Brauerei selbst. Es gibt etwa 2.000 Sake-Brauereien in Japan. Einige sind sehr groß und produzieren Sake im industriellen Stil. Aber die meisten von ihnen sind klein und produzieren weniger als 200 Hektoliter Sake pro Monat.

    Kuramoto haben eine staatliche Lizenz, die ihnen erlaubt, Sake zu brauen. (Niemand darf in Japan Sake produzieren oder verkaufen, ohne eine Lizenz dafür zu haben.) Die Herkunft der Kuramoto ist sehr alt und viele Sake-Brauereien haben eine Tradition von mehr als 100 Jahren. Doch aus vielen Gründen verringert sich die Zahl der Kuramoto ständig.

    Für Japaner ist Sake ein wichtiger Teil ihrer Kultur. Dieses Denken haben Kuramoto gefördert und lange Zeit aufrecht erhalten.

    Rohmaterialien für die Sake-Herstellung

    Guter Sake besteht aus gutem Reis und gutem Wasser.

    Der Reis für die Sake-Herstellung unterscheidet sich von dem Reis, der gegessen wird. Der Sake-Reis hat weniger Stärke in der Mitte seines Kornes, er sieht weiß aus und ist nicht durchsichtig (siehe Abb. 1), während der Eß-Reis weniger weiß und halb durchsichtig ist. Eß-Reis eignet sich nicht für die Herstellung von Sake.

    Auch das Wasser ist ein wichtiges Material. Wir müssen Eisen und Mangan sehr sorgfältig aus dem Wasser entfernen. Beides ist zwar nicht giftig für den Menschen, stört aber das Sake-Brauen oder den Sake selbst.

    Wie Sake gebraut wird

    Zunächst wird die Schale des Reiskorns entfernt. Danach werden bis zu 65% der äußeren Schichten des Reiskorns abgeschmirgelt. So bleibt nur die Mitte des Reiskorns übrig. Anschließend wird der Reis gewaschen (siehe Abb. 1), einige Zeit eingeweicht, mit Dampf behandelt (siehe Abb. 2) und wieder abgekühlt (siehe Abb. 3). Kurz gesagt erhalten wir Sake, indem wir einen Sack auspressen, in dem sich vergorener Reis befindet.

    Dieser Brei besteht aus "Koozi", "Moto", Wasser und gedämpftem Reis (fig.4). Er enthält 20% "Koozi" und 7% "Moto". Er wird ungefähr einen Monat lang vergoren bei einer Temperatur von 10-15°C.

    "Koozi" besteht aus gedämpftem Reis und den Koozi-Sporen, die gelb sind und zu den Schimmelpilzen gehören (siehe Abb. 5). Der Schimmel erzeugt verschiedene Enzyme im gedämpften Reis. Die Enzyme gehören zu den Eiweißen. Sie wandeln einen Teil der Stärke im Reis in Zucker um. Die Schimmelpilze selbst sterben während der Gärung wegen Sauerstoffmangel ab.

    "Moto" sind Sake-Hefen und ein spezieller "Koozi" gemacht für "Moto". Dadurch werden massenhaft Hefen gebildet (siehe Abb. 6). Nun benutzen viele Sake-Brauereien Hefen, die speziell zum Brauen hergestellt werden, aber es gibt noch einige, die "Moto" herstellen unter Verwendung der natürlich in der Luft vorkommenden Hefen.

    Die Hefen wandeln Zucker in Alkohol um. Gleichzeitig wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Wegen dieser speziellen Braumethode kann Sake einen Alkoholgehalt von 20% erreichen. Das ist die größte Menge aller vergorenen Getränke.

    Dem gärenden Brei wird mehrfach "Koozi", gedämpfter Reis und Wasser zugefügt. Die Gärung dauert 20-30 Tage.

    Danach wird der Brei in Säcke gefüllt (siehe Abb. 7), die Säcke in eine Presse gegeben (siehe Abb. 8). So werden die flüssigen Bestandteile abgetrennt. Diese Flüssigkeit lassen wir 10 ruhen, danach filtern wir den oberen, farblosen Teil der Flüssigkeit mit einem Kohlefilter (siehe Abb. 9). Die filtrierte Flüssigkeit wird kurze Zeit auf 60-65°C erwärmt, um Bakterien abzutöten.

    Nun entsteht Sake.

    Die folgende Abbildung zeigt Ihnen zusammenfassend, wie Sake hergestellt wird. (siehe Abb. 10).

    Sake-Sorten

  • 4-1. Gebinde

    Wir finden verschiedenartige Sake-Gefäße, doch die meisten sind aus Glas: im Glas wird Sake in 180 ml (see fig.1) angeboten; Flaschen gibt es in Größen von 300, 720, 900 ml und 1,8 Liter (siehe Abb. 2).

    Eine große Sake-Fabrik bietet Tüten zu 180 und 900 ml oder 1,8 Litern an (siehe Abb. 3) und auch Aluminium-Dosen zu 180, 200 und 300 ml (siehe Abb. 4).

  • 4-2. Alkoholgehalt

    Sake hat nach der Pressung 12-20% Alkohol. Meistens liefert man ihn mit 14-15% Alkohol aus.

  • 4-3. Geschmack und Duft

    Sake mit einem kräftigen Duft riecht wie ein reifer Apfel oder eine reife Banane. Der Geschmack von Sake ist so unterschiedlich wie der von Wein, Cocktails usw. Deshalb sollten Sie sich Ihr Urteil nicht gleich nach dem ersten Glas Sake bilden.

  • 4-4. "Ginzyoo-syu"

    Das ist ein Sake, bei dem wir das Reiskorn sehr gründlich schmirgeln und nur den inneren Teil verwenden. "Daiginzyoo-syu" ist der kostbarste "Ginzyoo-syu", weil wir nur den Kern des Reiskorns benutzen, nachdem wir es bis zu 50% abgeschmirgelt haben. Deshalb ist er teurer als gewöhnlicher Sake. Im allgemeinen kostet er 20-30 Dollar für 720 ml.

    Sein Duft ist blumig wie der von Schnaps, der Geschmack mild wie der von Wasser. Einige meinen, daß sein erster Eindruck sehr gut ist, doch man empfindet einen gewissen Mangel, nachdem man reichlich getrunken hat.

    Wir trinken ihn gekühlt bei 8-10°C.

  • 4-5. "Nama-zake"

    Die rohe Flüssigkeit nach dem Abpressen der Breisäcke muß erwärmt werden, damit Bakterien absterben. Doch mit dem Fortschritt der Kühl- und Liefermethoden erscheint auch Sake ohne Erwärmung auf dem Markt. Diesen nennt man "Nama-zake".

    "Nama" bedeutet "ohne Erwärmung". Deshalb können wir seinen frischen Geschmack genießen, gehen aber auch das Risiko ein, daß sich der Geschmack durch falsche Aufbewahrung verschlechtert hat. Wir müssen ihn im Kühlschrank aufbewahren bis er ausgetrunken ist.

    Sein Geschmack ähnelt dem von "Ginzyoo-syu". Wir trinken ihn bei 6-8°C.

    Wie Sake getrunken wird

    Weil es verschiedene Sorten von Sake gibt, haben wir verschiedene Arten, ihn zu trinken.

    Im allgemeinen trinken wir ihn gekühlt, aber auch ungekühlt. Doch manche trinken ihn warm bei ca. 40°C, besonders im Winter, wenn sein Geschmack stark und rein ist. "Nama-zake" und "Ginzyoo-syu" eignen sich zum Trinken am besten bei 6-10°C.

    Wir sollten Sake an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren oder im Kühlschrank. Nach dem öffnen der Flasche sollte er so schnell wie möglich ausgetrunken werden und bis dahin im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dieser Hinweis ist besonders wichtig für "Nama-zake" und"Ginzyoo-syu".

    Wir trinken Sake aus einem Glas- oder Porzellangefäß (siehe Abb. 1). Gefäße aus Holz oder Metall werden nur selten benutzt. Vor allem die Porzellangefäße sind mit Figuren, Farben und Zeichnungen der traditionellen japanischen Kunst verziert.

    Weil Sake unterschiedlichen Geschmack hat, müssen wir ihn zum Essen sorgfältig auswählen, damit er gut dazu paßt.

    Verbindungen zu den Seiten anderer Sake-Brauereien

    Die folgenden Verbindungen führen zu Seiten von Sake-Brauereien, die nicht in Japanisch sondern in anderen Sprachen informieren.

    Name der Sake-Brauerei:: Izumibashi
    URL: http://www.sphere.ad.jp/izmibasi/
    Sprache: englisch, Esperanto, japanisch

    Name der Sake-Brauerei:: Momokawa
    URL: http://www.teleport.com/~momokawa/
    Sprache: englisch

    Name der Sake-Brauerei:: Tamanohikari
    URL: http://www.sake.com/
    Sprache: englisch


    Harald SCHICKE

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